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Entwurf: nur hier in der Vorschau sichtbar

Der Kuss von Gustav Klimt

Hinter dem Motiv · 5. November 2026 · 2 Min.

Ein Paar in Gold am Rand einer Blumenwiese. Der Kuss entstand vor gut hundert Jahren in Wien und gehört heute zu den meistreproduzierten Gemälden der Welt. Hier steht, was im Bild geschieht und was du siehst, wenn du näher herangehst.

Künstler
Gustav Klimt (1862–1918)
Entstanden
1907–1908, in Wien
Technik
Öl und Blattgold auf Leinwand
Original
180 × 180 cm, Belvedere in Wien
Zum WerkAb € 34,95

Das Gold

Gustav Klimts Vater war Graveur und arbeitete mit Gold. Der Sohn lernte früh, wie sich das Metall verhält, und Anfang des 20. Jahrhunderts begann er, Blattgold direkt in seine Bilder zu legen. Diese Zeit heißt heute seine Goldene Periode, und Der Kuss ist ihr Höhepunkt.

Ein wichtiger Anstoß kam von einer Reise nach Ravenna 1903. Dort sah er die byzantinischen Mosaiken, auf denen die Figuren vor goldenem Grund stehen. Im Kuss macht er dasselbe: Das Paar steht nicht in einem Raum oder einer Landschaft, sondern in einem Licht ohne Tiefe.

Die Gesichter. Den Mann sieht man kaum; wir sehen seinen Nacken und seine Hände. Das Gesicht der Frau ist uns zugewandt, mit geschlossenen Augen.

Zwei Muster

Achte auf die Kleider. Der Mantel des Mannes ist voller schwarzer und weißer Rechtecke, gerade und kantig. Das Kleid der Frau trägt Kreise und Blumen in Rot, Blau und Lila. Die Muster werden meist als männlich und weiblich gelesen, zwei Arten zu sein, die hier zu einer einzigen Form verschmelzen.

Wer das Paar ist, weiß niemand sicher. Viele haben auf Klimt selbst und Emilie Flöge, seine lebenslange Freundin, getippt, aber er hat keine Antwort hinterlassen.

Die Rechtecke auf seinem Mantel treffen auf die Kreise ihres Kleides.

Die Kante

Ganz unten endet die Wiese. Die Frau kniet genau an der Kante, und ihre Zehen krümmen sich darüber. Es ist ein kleines Detail, das das Bild weniger süß macht, als es aus der Ferne wirkt: Das Glück liegt nah am Abgrund.

Der Kuss wurde 1908 zum ersten Mal auf der Kunstschau in Wien gezeigt, und der österreichische Staat kaufte ihn im selben Jahr. Er hängt seitdem in Wien und ist heute im Belvedere zu sehen.

Ihre Füße an der Kante der Wiese, wo die Blumen enden.
Der Kuss von Gustav Klimt
Das Original ist quadratisch, 180 × 180 cm. Als Kunstdruck gibt es den Kuss in 50×50 und 70×70, mit oder ohne Rahmen.

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Das Gold ist nur ein Teil von ihm. In den Sommern am Attersee malte er Landschaften im quadratischen Format, dicht voller Blumen und Laub.

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